Gehaltsrechner
Rechnen Sie jedes Gehalt in alle Zahlungszeiträume um — angepasst an Ihre tatsächlichen Arbeitstage.
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| Zahlungszeitraum | Unbereinigt | Bereinigt |
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Wie der Gehaltsrechner funktioniert
Dieser Rechner wandelt jeden Lohn oder jedes Gehalt in alle gängigen Zahlungszeiträume um: stündlich, täglich, wöchentlich, zweiwöchentlich, zweimal monatlich, monatlich, vierteljährlich und jährlich. Er zeigt zwei Spalten — unbereinigt (auf Basis eines vollen 52-Wochen-Jahres) und bereinigt (nach Abzug von Feiertagen und Urlaubstagen) — damit Sie sowohl den nominalen als auch den realen Wert Ihrer Vergütung sehen.
Geben Sie Ihr Gehalt ein und wählen Sie den Zeitraum, in dem es angegeben ist. Dann stellen Sie Ihre Arbeitszeit und Ihre freien Tage ein. Die Ergebnisse werden sofort berechnet.
Die Umrechnungsformel
Jede Umrechnung normalisiert zunächst das Gehalt auf einen Jahreswert und teilt dann durch die Anzahl der Zahlungsperioden:
Dabei ist S das eingegebene Gehalt und N der Multiplikator: 52 für wöchentlich, 26 für zweiwöchentlich, 24 für zweimal monatlich, 12 für monatlich. Stunden- und Tageslohn ergeben sich durch Division des Jahresgehalts durch die Gesamtstunden bzw. -tage.
Unbereinigt vs. bereinigt — was der Unterschied bedeutet
Die unbereinigte Spalte setzt ein theoretisch vollständiges Arbeitsjahr voraus: bei einer 5-Tage-Woche und 38-Stunden-Woche sind das 260 Arbeitstage und 1.976 Arbeitsstunden. Dieser Wert wird häufig für Vertragskalkulation und Tarifberechnungen verwendet.
Die bereinigte Spalte berücksichtigt die Realität: In Deutschland haben Arbeitnehmer Anspruch auf mindestens 20 Tage Urlaub (bei 5-Tage-Woche) und es gibt 9 bundesweite Feiertage (bis zu 13 in Bayern). Nach Abzug von 9 Feiertagen und 24 üblichen Urlaubstagen bleiben 227 Arbeitstage oder 1.725 Stunden. Bei einem Jahresgehalt von 50.000 €:
- Unbereinigter Stundensatz: 50.000 ÷ 1.976 = 25,30 €/Std.
- Bereinigter Stundensatz: 50.000 ÷ 1.725 = 28,99 €/Std.
Die Differenz von 3,69 €/Stunde entspricht dem Wert der bezahlten Freizeit — ein Faktor, der bei der Kalkulation als Selbstständiger oder beim Vergleich mit Freelance-Angeboten entscheidend ist.
Gehaltsstrukturen in Deutschland
In Deutschland ist monatliche Auszahlung die Norm für Angestellte. Das Gehalt wird einmal im Monat überwiesen, typischerweise zum Monatsende oder zum 25. des Monats. Daneben gibt es in vielen Tarifverträgen:
— Weihnachtsgeld (meist im November, 50–100% eines Monatsgehalts)
— Urlaubsgeld (50–72% eines Monatsgehalts in einigen Branchen)
— 13. Monatsgehalt (besonders im öffentlichen Dienst und in der Automobilbranche)
Für Stundenlohnempfänger gilt der gesetzliche Mindestlohn (seit Januar 2024: 12,41 €/Stunde), der am 1. Januar 2025 auf 12,82 €/Stunde angehoben wurde. Für Minijobs gilt eine monatliche Verdienstgrenze.
Brutto vs. Netto: Was übrig bleibt
Dieser Rechner arbeitet mit Bruttobeträgen. In Deutschland werden vom Bruttogehalt folgende Abzüge vorgenommen:
- Lohnsteuer: abhängig von Steuerklasse und Einkommen (0–45% Eingangssteuersatz bis Spitzensteuersatz)
- Solidaritätszuschlag: seit 2021 nur noch für Spitzenverdiener
- Sozialversicherungsbeiträge: Renten- (9,3%), Kranken- (~7,3%), Pflege- (~1,7%) und Arbeitslosenversicherung (1,3%) — insgesamt ca. 20% Arbeitnehmeranteil
Faustregel: Das Netto liegt je nach Steuerklasse und Einkommen bei 55–70% des Bruttos. Ein Jahresgehalt von 50.000 € entspricht einem monatlichen Netto von ca. 2.700–3.000 €.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen bereinigtem und unbereinigtem Gehalt?
Das unbereinigte Gehalt geht davon aus, dass Sie jeden Arbeitstag des Jahres arbeiten — 260 Tage bei einer 5-Tage-Woche. Das bereinigte Gehalt zieht Feiertage und Urlaubstage ab. In Deutschland mit 9–13 gesetzlichen Feiertagen (je nach Bundesland) und dem gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Arbeitstagen (bei 5-Tage-Woche) arbeiten Sie tatsächlich etwa 227–231 Tage. Ihr effektiver Stundenlohn ist im bereinigten Wert höher, da Sie für weniger geleistete Stunden dasselbe Jahresgehalt erhalten.
Wie viele Arbeitstage hat ein Jahr in Deutschland?
Ein deutsches Arbeitsjahr enthält bei einer 5-Tage-Woche 252–253 Werktage (variiert je nach Wochentag des 1. Januar). Abzüglich 9 bundesweiter gesetzlicher Feiertage (plus länderspezifische Feiertage) und 24 Urlaubstagen (typisch für Tarifverträge) kommen die meisten Arbeitnehmer auf etwa 219–223 effektive Arbeitstage, also rund 1.750–1.784 Stunden bei einer 38-Stunden-Woche.
Wie berechnet man den Stundenlohn aus dem Jahresgehalt?
Teilen Sie das Jahresgehalt durch die geleisteten Jahresarbeitsstunden. Unbereinigt: 50.000 € ÷ (38 h × 52 Wochen) = 50.000 ÷ 1.976 = 25,30 €/Stunde. Bereinigt (mit 219 Arbeitstagen à 7,6 Stunden = 1.664 Stunden): 50.000 ÷ 1.664 = 30,05 €/Stunde. Für Freelancer und Selbstständige ist der bereinigte Stundensatz besonders wichtig — er zeigt, wie viel jede tatsächlich geleistete Arbeitsstunde einbringt.
Wie vergleiche ich ein Gehaltsangebot mit einem Stundenlohn?
Rechnen Sie beide Angebote auf den bereinigten Jahreslohn oder den bereinigten Stundensatz um. Beispiel: 30 €/Stunde ohne Urlaubsanspruch (38 h/Woche) = 30 × 1.976 = 59.280 €/Jahr. Ein Jahresgehalt von 50.000 € mit 33 Tagen Urlaub und Feiertagen ergibt einen bereinigten Stundensatz von 50.000 ÷ 1.664 = 30,05 €/Stunde — hinzu kommen Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (~20%), betriebliche Altersvorsorge und weitere Leistungen. Das Gehaltsangebot kann trotz niedrigerer Stundenzahl deutlich attraktiver sein.